Gut für die Bilanz, schlecht für die Mitarbeiter

Hotel-Primus Accor vergibt immer mehr Häuser in Franchising

NGG-Sekretär Elmar Jost und Mert Asik, BR-Vorsitzender im Hotel Mondial am Dom Cologne informierten die Beschäftigten in den Kölner Hotels

Deutschlands größte Hotelgesellschaft ist die Accor Hospitality Germany GmbH (AHG). Der Platzhirsch spielt auch in Köln eine große Rolle. Mit Sorge beobachtet die NGG, dass die Accor immer mehr ihrer Häuser an Franchisenehmer vergibt. Denn das geht oft auf Kosten der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Im April informierten Accor-Betriebsräte und NGG die Beschäftigten.

 

In den von der AHG direkt betriebenen Accor Hotels können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darauf verlassen, dass Sie von den Tarifverträgen, die die NGG mit dem DEHOGA NRW abschließt, profitieren. Neu ist, dass Accor seit einigen Jahren weltweit und nun auch in Deutschland Hotels durch Franchisenehmer betreiben lässt. Letztes Jahr verkaufte Accor allein 18 Häuser an externe Franchisenehmer. In Hotels mit Betriebsräten kann ein Sozialplan gefordert und ausgehandelt werden. In Häusern ohne Betriebsrat sind die Beschäftigten bei einem Betriebsübergang an einen neuen Besitzer hilflos ausgeliefert.

 

Wir als NGG stellen fest, dass die Franchisenehmer meistens nicht tarifgebunden sind. Nach einem Jahr Bestandsschutz sind die Mitarbeiter von der Tariferhöhungen abgeschnitten. Neueingestellte Mitarbeiter bleiben da leider komplett auf der Strecke, da die Franchisenehme nicht Mitglied im DEHOGA Verband sind, bedeutet es für die Betroffenen keine tarifliche Urlaubsregelung, kein tarifliches Weihnachtsgeld und sogar ein geringeres Grundgehalt.

 

Mert Asik, Zeichens Mitglied des Gesamtbetriebsrat und Vorsitzender des örtlichen Betriebsrats vom Hotel Mondial am Dom Cologne, Gewerkschaftssekretär Elmar Jost und Gewerkschaftssekretärin zur Ausbildung Christin Stampehl informierten am 19. April 2016 in Köln die Beschäftigten von insgesamt fünf Accor Hotels und klärten auf, welche Vorteile eine Betriebsratsgründung bringt.

 

Der Gesamtbetriebsrat von Accor und die NGG wünschen, dass sich die Beschäftigten organisieren umso bei drohenden Verkäufen von Häusern gut informiert und handlungsfähig zu sein. Denn die machen einen richtig guten Job. 2012 feierte Köln noch den Durchbruch der 5 Millionen Marke bei den Übernachtungen. 2015 verzeichnete die Branche 5,98 Millionen* und damit wieder ein Rekordjahr. Diese Zuwächse werden tagtäglich von den Beschäftigten aus dem Gastgewerbe hart erarbeitet.    

 

Ein Beitrag von Christin Stampehl

 

*Übernachtungszahlen / Quelle: Köln Tourismus GmbH

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