Schluss mit dem Befristungswahnsinn!

Jobs mit Verfallsdatum stoppen!

Job: mit Verfallsdatum. Perspektive: Keine.

Die NGG Köln kritisiert den Trend zu befristeten Jobs auf dem heimischen Arbeitsmarkt. Besonders unter jungen Arbeitnehmern sind Kurzzeit-Arbeitsverträge stark verbreitet. Für Job-Starter sind unbefristete Verträge mittlerweile eher die Ausnahme als die Regel. In Köln und Umgebung müssen Zehntausende Beschäftigte mit einem Job auf Zeit über die Runden kommen. Das hat die aktuelle Mikrozensus-Auswertung ergeben.

 

Mittlerweile ist es insbesondere auch in der Nahrungsmittelbranche Gang und Gäbe, Arbeitsverträge nur für einige Monate zu vergeben – egal, ob in der Bäckerei um die Ecke oder beim Lebensmittelhersteller.

 

Mit den befristeten „Zitterverträgen“ versuchen Chefs, Druck auf ihre Beschäftigten auszuüben. Wer Angst um seinen Job hat, ist bereit, einen schlechter bezahlten Folgevertrag in Kauf zu nehmen. Zudem versuchen manche Arbeitgeber, mit befristeten Jobs dem Kündigungsschutz zu entgehen.

 

Die zweifelhafte Praxis der Kurzzeitbeschäftigung hat gerade für Job-Starter massive Nachteile. Wer sich von Job zu Job hangeln muss, der hat keine Perspektive. Mit Zeitverträgen von nur einigen Monaten kann keiner planen. Es ist skandalös, dass Jobs auf Zeit gerade jungen Arbeitnehmern den Start ins Leben verhageln.

Von den rund 7,5 Millionen Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen arbeiten 555.000 in befristeten Arbeitsverhältnissen.

Wir meinen: Diese Fehlentwicklung muss gestoppt werden. Dem Spiel mit der Job-Angst muss ein Riegel vorgeschoben werden. Arbeitsverträge mit Verfallsdatum dürfen nicht länger als Normalarbeitsverhältnis toleriert werden. Vor diesem Hintergrund fordert die NGG Köln per Gesetz ein Verbot von Arbeitsverträgen, die ohne Grund befristet werden.

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