Missbrauch von Werkverträgen:

Zwei-Klassen-Belegschaften verhindern

© C. Hautumm/pixelio, Montage: NGG

Die Gewerkschaft NGG warnt vor dem zunehmenden Missbrauch von Werkverträgen in Köln und Umgebung. Statt mit einem regulären Arbeitsvertrag werden Beschäftigte in Betrieben vermehrt mit Werkverträgen angestellt. Diese Mitarbeiter leisten die gleiche Arbeit wie ihre Kollegen und Kolleginnen mit regulären Verträgen – allerdings bekommen sie hierfür oft deutlich geringere Löhne. Und wenn irgendetwas am Arbeitsplatz nicht stimmt, haben sie nicht das Recht, sich beim Betriebsrat vor Ort zu beschweren – denn der ist für sie nicht zuständig. In vielen Betrieben nimmt die Anzahl der Werkverträge deutlich zu. Das ist ein schleichender Prozess. In vielen Fällen ist damit Tarifflucht über Werkverträge verbunden. Gleichzeitig wird über diesen Weg die Mitbestimmung in den Betrieben ausgehebelt.

 
Die Belegschaften werden in zwei Klassen auseinander dividiert – in diejenigen mit regulären Arbeitsverträgen und in diejenigen mit niedrigen Löhnen, ausgehebelten Arbeitnehmerrechten und deutlich schlechteren Arbeitsbedingungen. Die NGG Köln fordert, dem Missbrauch von Werkverträgen gesetzlich einen Riegel vorzuschieben. Insbesondere muss verhindert werden, dass Leiharbeit, mit den ohnehin schon niedrigen Lohnuntergrenzen, in Schein-Werkvertragsarbeit mit noch niedrigeren Löhnen umgewandelt werden kann. Denn hier droht sonst eine neue Form der prekären Beschäftigung.
 
Die Bundestagsabgeordneten aus der Region sind gefordert, gesetzlich gegen den Missbrauch von Werkverträgen vorzugehen.
 
Stand: Dezember 2015

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